200 Mitglieder nehmen an der Jahresversammlung des HEV Weinfelden teil.
14.04.2026 00:00
200 Gäste an der Jahresversammlung – neuer Rekord für den HEV Weinfelden
An der Versammlung des Hauseigentümerverbands Weinfelden im Thurgauerhof haben über 200 Mitglieder aus erster Hand Wissenswertes rund um mögliche Schutzmassnahmen für die eigenen vier Wände erfahren. Die traktandierten Geschäfte wurden diskussionslos erledigt.
Weinfelden In seinem Rückblick auf das letzte Jahr thematisiert Verbandspräsident Pascal Schmid die Abstimmungserfolge. «Wir hatten grossen Erfolg mit der Abschaffung der Liegenschaftensteuer im Thurgau. 69 % Zustimmung – auf das hätte ich niemals gewettet.» Ebenso erfreulich sei die hohe kantonale Zustimmung von 72 % zur Abschaffung des Eigenmietwerts gewesen. Das zeige, wie wichtig das politische Engagement des Hauseigentümerverbands sei. Trotz dieser Erfolge mahnt Schmid: «Es ist sehr wichtig, dass der Hauseigentümerverband weiterhin politisch aktiv ist. Zudem stehen weitere Herausforderungen an.» Für dieses Jahr stellt der HEV-Vorstand das Thema Sicherheit ins Zentrum. «Im Thurgau wurden im vergangenen Jahr 11% mehr Straftaten begangen. Die Einbrüche haben um 26% und die Fahrzeugeinbrüche gar um 242% zugenommen.» Das sei erschreckend – kein Wunder, gehe das Sicherheitsgefühl im Land zurück. «Wir wollen Ihnen aufzeigen, was sie als Hauseigentümer machen können, damit sie sich sicherer fühlen», sagt Pascal Schmid an die Mitglieder im Thurgauerhofsaal gerichtet und verweist auf das Referat von Reto Dörig von der Kantonspolizei Thurgau zum Schluss der Versammlung.
Mit rund 200 Personen im Saal wird an der diesjährigen Jahresversammlung ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt. Die ordentlichen Geschäfte wie das Protokoll des Vorjahres, der Jahresbericht des Präsidenten oder die Jahresrechnung passieren schnell und diskussionslos. Die Rechnung schliesst bei leicht rückläufigen Ausgaben und Einnahmen mit einem Gewinn von knapp 7500 Franken ab. Die Mitgliederbeiträge bleiben unverändert bei 50 Franken für ein Einfamilienhaus oder 80 Franken für Mehrfamilienhäuser. Präsident Pascal Schmid verabschiedet an der Jahresversammlung die beiden Delegierten Erich Reischmann und Gaston Zwahlen, begrüsst in dieser Funktion neu Stefan Ausderau. Dazu ruft er dazu auf, neue Mitglieder für einen Beitritt zum HEV zu motivieren. «Machen Sie Werbung – je mehr Mitglieder wir haben, desto mehr Schlagkraft haben wir», sagt der Präsident des HEV Weinfelden Die Grenze von 2500 Mitgliedern hat der Hauseigentümerverband (HEV) Weinfelden knapp noch nicht geknackt. Aber Pascal Schmid und sein Team schaffen zielstrebig darauf hin.
Über Einbrüche machen sich die Menschen Sorgen
Reto Dörig ist für die Fachstelle Sicherheitsberatung der Kantonspolizei Thurgau im Einsatz. Er zeigt in seinem Vortrag nach der Versammlung auf, mit welchen Mitteln sich Hauseigentümer am besten vor Einbrechern schützen können. «Sie müssen es ihnen schwierig machen, je mehr Hürden, desto besser», fasst Dörig vereinfacht zusammen. «Rein gehen sie bei den beweglichen Sachen wie Türen oder Fenstern. Sie nehmen den einfachsten Weg. Wenn Verletzungsgefahr oder Lärm drohen, dann gehen sie eher weiter.» Organisatorisch könne man bereits viel erreichen, wenn Anwesenheit suggeriert wird, immer alle Türen und Fenster geschlossen sind und nirgends Schlüssel gelegt werden oder Hilfsmittel wie Leitern oder Werkzeug griffbereit liegen. Verstärkungen von Türen und Fenstern, sowie Alarmanlagen oder Videoüberwachung können zusätzlich helfen. Auch Aufmerksamkeit und der Zusammenhalt in der Nachbarschaft seien entscheidend. «Melden Sie der Polizei, wenn Ihnen etwas komisch vorkommt.»
Wichtig sei im Zusammenhang mit Einbrüchen die Erkenntnis, dass der materielle Schaden nur das kleinere Übel darstelle. Die psychische Seite mit Ängsten und verlorenem Sicherheitsgefühl ist weitaus gravierender. «Opfer werden tage-, wochen-, und monatelang verfolgt von den Erinnerungen», sagt Reto Dörig. «Ich kenne alle Seiten des Einbruchs. Als Schreiner, der flicken musste, als Polizist der Spuren sichern und Verhaftungen vornehmen musste und später auch Gefangenenwart, der mit den Tätern zu tun hatte.»
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