In diesem Haus haben die Tote und der festgenommene Schweizer gelebt. nw
05.05.2026 14:00
Bestätigt: Vermisste war die Tote aus Engwang
Letzte Woche wurden im Garten eines Bauernhauses in Engwang, Wigoltingen, menschliche Überreste gefunden. Das Institut für Rechtsmedizin in St. Gallen (IRM) hat in seinen Untersuchungen mittlerweile die Identität der Leiche bestätigen können. «Dabei handelt es sich tatsächlich um die seit Januar vermisste Frau», wie Fabian Mörtl, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Thurgau auf Nachfrage mitteilte.
Engwang Die Ermittler gehen weiterhin von einem Tötungsdelikt aus, als dringend tatverdächtig gilt ein 50-jähriger Schweizer. Er habe mit der Toten zusammen im besagten Bauernhaus in Engwang gelebt und in der Zwischenzeit seinen Wohnsitz nach Spanien verlegt. Dort wurde er am Dienstag, 28. April, auf Ersuch der Staatsanwaltschaft Thurgau von den spanischen Behörden verhaftet und sitze dort weiterhin in Auslieferungshaft. Über den Zeitpunkt der Auslieferung in die Schweiz konnte Fabian Mörtl keine Angaben machen.
Spurensuche läuft weiter
Seit den Morgenstunden vom vergangenen Dienstag sind die Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau im Auftrag der Staatsanwaltschaft Thurgau auf einem Grundstück in Engwang im Einsatz. Ziel der koordinierten Aktion ist die Sicherstellung von Beweismitteln. Für den Fall sei vor einigen Woche eine Sonderkommission gegründet worden. Die Spurensuche sei auch weiterhin nicht abgeschlossen (Stand Dienstag, 5. Mai, 18 Uhr). Über den weiteren Stand der Ermittlungen werden bisher aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Auskünfte erteilt.
Nico Wrzeszcz