Marcel Knup (r.) ist es am wichtigsten, dass das Volk gut informiert war. Bild: Desirée Müller
25.10.2023 11:28
Nein-Komitee erleichtert
Marcel Knup zeigt sich überrascht über die hohe Wahlbeteiligung und das klar «Nein» des Stimmvolkes
Die Gegner des Projekts «Aufwertung Bahnhof Weinfelden» sind sprachlos über die hohe Wahlbeteiligung und das klare Resultat. Ihre Strategie, die Bevölkerung aufzuklären, sei aufgegangen.
Weinfelden Mit so einem klaren Resultat hat Marcel Knup vom «Nein-Komitee» nicht gerechnet. «Man hört meist nur die Stimme aus dem Umfeld, und es war schwer einzuschätzen, wie alle anderen denken.» Besonders freut Knup die hohe Stimmbeteiligung von fast 60 Prozent – rekordverdächtig für Weinfelden. «Das zeigt uns, dass sich die Bevölkerung mit dem Thema beschäftig hat, genau das war uns ja wichtig.» Nur so könne von einer repräsentativen Abstimmung gesprochen werden. «Wäre nur ein Viertel der Stimmberechtigten zur Urne gegangen, hätte das einen faden Nachgeschmack hinterlassen. So wissen auch die Initianten, dass das Volk wohl überlegt entschieden hat.»
Keine Selbstverständlichkeit
Zudem findet Marcel Knup es schön, dass das Nein-Komitee überparteilich zusammengestellt agierte. «Verschiedene Parteien mobilisieren zu können, ist nicht selbstverständlich», so der Weinfelder Politiker und Schreiner.
Kommunizieren und diskutieren
Das Hauptziel der Gegner des beantragten Bahnhof-Kredits war die sachliche Information der Bevölkerung. «Wenn sie alle Pro und Contras kennen und trotzdem mit Ja stimmen, wäre das für uns absolut okay gewesen. Unser Ziel hätten wir trotzdem erreicht. Es war uns wichtig, dass die Leute wissen, worüber sie abstimmen.» Knup lobt auch die neutrale Berichterstattung der Medien, welche stets beiden Seiten die Möglichkeit gaben, ihre Argumente darzulegen. «Es wurde kommuniziert und darüber diskutiert.» Etwas leid tut ihm Stadtrat Hans Eschenmoser, welcher als «Gesicht» des Projekt aufgetreten ist. «Er hat viel Herzblut und Zeit investiert. Solch ein klares Wahlergebnis ist hart für den Ressortverantwortlichen.» Gegen alle Massnahmen hätten sie gewiss nichts einzuwenden gehabt. «Die Überdachung des Busbahnhofes könnte man durchaus angehen. Sowie das Setzen von neuen Bäumen und eine Verschönerung des Bahnhofplatzes.» Doch das Päckli sei einfach «too much» gewesen. ⋌mul